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Ein Sofa auf Abwegen

  • exploration2112
  • 17. März 2015
  • 3 Min. Lesezeit

Vor ca. 2 Wochen kam sie endlich, die frohe Botschaft: unser Container sollte diese Woche geliefert werden. Also los, erstmal unser beider übervollen Arbeitskalender studiert (Chris hat ja genau in dieser Woche angefangen zu arbeiten) und einen Termin mit der Logistikfirma vereinbart. Da es Chris' erste Arbeitswoche war blieb also ich zuhause im "Homeoffice", wobei an Office natürlich nicht zu denken war - aber eins nach dem anderen. Wie Ihr wisst hatten wir ja in den ersten zwei Monaten Mietmöbel zur Verfügung gestellt bekommen. Die mussten erst einmal raus, bevor irgendetwas neues rein konnte, logisch. Morgens um 8 stand also zunächst der Rausräum-Trupp auf der Matte. Da der Brasilianer (ach was, der Mensch an sich! ) es ja gerne gemütlich hat, freute sich die erste Crew sehr, dass die Straße vor unserer Haustür großräumig abgesperrt war und parkte dort ihren kleinen Van. Nur blöd, dass diese Absperrung eigentlich für den wesentlich größeren LKW mit unserem Container gedacht war. Der kam dann auch während die Jungs oben noch am einpacken waren und einer mir vom Balkon aus fröhlich zurief: "Da kommt ihr Container! Jetzt fährt er wieder weg!".

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Nach einigem Hin- und Hertelefonieren kam heraus, dass der Container zumindest nicht für immer verloren sondern 2 Blocks weiter geparkt war. Gegen 10.30 waren die ersten Kartons auf einen kleineren Shuttle - LKW geladen und unsere Rezeption meldete ordnungsgemäß die Ankunft der Logistikfirma und bekam von mir die Einlasserlaubnis. Von dort unten bis zu uns hoch kann es schon mal ein wenig dauern, denn in São Paulo ist selbst im Aufzug manchmal Stau. Als aber um 11.00 Uhr immer noch niemand in unserem Stockwerk angekommen war, fand ich das doch recht verwunderlich. Es stellte sich heraus, dass von 4 bislang nur 3 Umzugshelfer aufgetaucht waren....und so wurde eben bis 12.30 gewartet bis es dann endlich wirklich los ging. Needless to say dass meine Nerven mittlerweile bereits recht strapaziert waren. Aber weiter im Programm: die Crew kam also endlich nach oben und fing an auszuladen und auszupacken. Die Box hier, die Box da,...unglaublich wie viel Kram man so besitzt und den man zwischenzeitlich weder vermisst hat noch sich wirklich daran erinnert dass man ihn besitzt. Dann, gegen 15.00 Uhr endlich, sollte es an die großen und wichtigen Stuecke wie Bett, Esstisch oder Couch und ans Aufbauen gehen. Unter großem Aechtzen wurde die Couch herangewuchtet. Und passte nicht durch die Tür! !!!! Um dem ganzen die Krone aufzusetzen stellte sich heraus, daß die Couch zuvor 18 Stockwerke nach oben getragen worden war. Grund: sie passte nicht in den Aufzug. Aha! Aber bevor man dann mal nachmittag, obs denn auch oben passt, traegt man lieber erstmal ein wenig das Sofa spazieren.... Fand ich ja ehrlich gesagt im ersten Moment eher witzig als aergerlich. Als das Sofa dann aber so in der Tür feststeckte und sich auch sonst nichts mehr tat, habe ich doch mal vorsichtig nachgefragt, was denn sonst so in solchen Fällen gemacht wird. Mir schwante Uebles, von "neues kaufen" bis "saegen wir durch". Und dann war es eine echte Erleichterung als es hieß es wird dann an der Außenwand hochgezogen und kommt durch den Balkon rein. Wenigstens ordentliche Action für Chris am Freitag, wenn er nun doch noch in seiner ersten Woche einen Tag frei nehmen musste!

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Am Mittwoch haben sich die Helferlein puenktlich um 4 verdrückt und uns im Kartonmeer zurück gelassen.

Ach ja, und ohne fließend Wasser, das hatten naemlich die Abholer morgens schon ab- und nicht wieder aufgedreht, als sie die Mietwaschmaschine abgezwackt hatten. Da aber so eine offene Wasserleitung zum Problem werden kann, wenn sie leicht nach unten zeigt und eben nicht an eine Waschmaschine oder anderweitig ange- oder abgeschlossen ist, gings also abends zur Hauptverkehrszeit nochmal los um die neue Waschmaschine abzuholen (die war schon erworben, sollte aber eigentlich erst am Wochenende geliefert werden). 9km in 60min = neuer Rekord! Der offiziell laengste Tag in meinem Leben wurde dann gebuehrend abgeschlossen, und zwar mit duftender, frisch gelieferter Pizza, einem guten importierten und im Chaos wiedergefundenen Weinchen und fließend Wasser. Welch Hochgenuss !

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